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Parodontologie in unserer Zahnarztpraxis in Lich bei Gießen

Verlauf einer Parodontose/Parodontitis - eine schleichende Gefahr und auf den ersten Blick schwierig zu erkennen.
Verlauf einer Parodontose/Parodontitis - eine schleichende Gefahr und auf den ersten Blick schwierig zu erkennen. Zahnarztpraxis Dr. Rupprecht Gießen Lich.

Parodontose / Parodontitis

Parodontose oder Parodontitis ist eine Zahnbetterkrankung, bei der sämtliche Teile des Zahnhalteapparates betroffen sein können: das Zahnfleisch, der Kieferknochen und auch die Haltefasern, mit denen der Zahn im Kiefer befestigt ist.

Viele Jugendliche und Erwachsene sind von Parodontose betroffen, ohne sich darüber bewusst zu sein. Zahnfleischentzündung, Zahnfleischrückgang oder Zahnfleischbluten sind die Auswirkungen einer Parodontose und werden oft nicht rechtzeitig erkannt oder behandelt, da Zahnfleischprobleme in der Regel keine Schmerzen verursachen.

Wie entsteht Parodontose / Parodontitis?

Zahnfleischbluten ist in der Regel das erste Anzeichen einer Parodontose. Das Zahnfleisch wird dunkelrot (anstatt blassrosa im gesunden Zustand).

Speisereste, die sich in den Zahnfleischtaschen ansammeln, bilden zusammen mit Mundbakterien einen Zahnbelag, der sich dann langsam zu harten Zahnstein entwickelt. Dies kann bereits eine erste Zahnfleischentzündung (Gingivitis) verursachen. Sobald der Entzündungsprozess den Kieferknochen befallen hat, wird die Erkrankung Parodontitis genannt.

Im Verlauf der Erkrankung schwindet das Zahnfleisch und die Zähne beginnen, locker zu werden. Bei einem unerkannten Fortschreiten der Entzündung kann es zu Knochenschwund kommen und einem Ausfallen der Zähne.

Eine gute, häusliche Mundhygiene und regelmäßige professionelle Zahnreinigungen erhöhen die Chancen, alle Zähne bis ins hohe Lebensalter zu erhalten.

Wie werden Parodontitis und Gingivitis behandelt?

Die oberflächliche Gingivitis lässt sich durch gezielte Mundhygiene-Maßnahmen, wie regelmäßiges und richtiges Zähneputzen, tägliches Benutzen einer Zahnseide, regelmäßige, professionelle Zahnreinigungen, behandeln. Wichtig ist, dass in jedem Fall die auslösende bakterielle Plaque entfernt wird. Gegebenenfalls sollten auch alte Füllungen und Zahnersatz ausgetauscht werden.

Die Behandlung von Parodontose gestaltet sich weitaus komplexer. Zuerst muss wie bei der Behandlung der Gingivitis die gesamte Mundhöhle gereinigt und von Plaque befreit werden. Im zweiten Schritt müssen gezielt die Bakterien und deren Stoffwechselprodukte aus der Tiefe der entstandenen Zahnfleischtaschen entfernt werden.


Vor der eigentlichen Parodontitis-Behandlung wird die Mundhöhle professionell gereinigt. Anschließend erfolgt eine Behandlung zur Reinigung und Glättung der Zahnwurzeloberflächen und zur Entfernung von entzündetem Gewebe aus den Zahnfleischtaschen mit einem scharfen Instrument (Kürettage). Bei besonders tiefen Zahnfleischtaschen ist ein chirurgisches Vorgehen notwendig.

Ihr individueller Befund legt die genaue Abfolge der Parodontose-Behandlung fest.

Zusätzliche Maßnahmen, die den Heilungsprozess unterstützen:

Folgende zusätzliche Maßnahmen können je nach Befund sinnvoll sein, um die Behandlung und den Heilungsprozess zu unterstützen.

Chlorhexidin - Chip:
Durch das Einlegen von kleinen Chips in die Zahnfleischtaschen erfolgt eine Freisetzung von desinfizierenden Substanzen über einen Zeitraum von bis zu drei Monaten. Dadurch kann eine erneute Infektion der Zahnfleischtasche gleich nach der Reinigung verhindert werden.

Erregerbestimmung und -Bekämpfung:
Fortschritte in der Mikrobiologie ermöglichen die Bestimmung des Erregerspektrums und die Identifizierung der vorherrschenden Erregerspezies. Mithilfe eines Spezial-Kits werden Bakterienproben aus den Zahnfleischtaschen entnommen und mikro-biologisch ausgewertet. Auf Grundlage dieses Ergebnisses wird eine Kombination passender Antibiotika zusammengestellt, die speziell gegen das Erregerprofil wirksam sind. Während der Parodontitisbehandlung wird so nicht nur mit Handinstrumenten in der Mundhöhle gearbeitet, sondern die Bakterien werden auch systemisch über den Blutkreislauf bekämpft.

Schmelz-Matrix-Proteine:
Schmelz-Matrix-Proteine sind spezielle Proteine, die helfen, den natürlichen Zahnhalteapparat wieder aufzubauen der aufgrund einer Parodontalerkrankung verloren gegangen ist, so dass er fast wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt wird.

Parodontose/Parodontitis - eine Volkskrankheit, die zu Zahnverlust, Herzinfarkt und sogar Frühgeburten führen kann.

Parodontose (Zahnfleischentzündung, Zahnfleischrückgang, Zahnfleisch-bluten) ist neben Karies die zweitgrößte Mundkrankheit, von der weltweit Millionen von Menschen betroffen sind. Unbehandelt führt die Erkrankung fast immer zu Zahnverlust. Wissenschaftliche Studien zeigen einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Parodontose und Herzinfarkt- oder Schlaganfall-Risiko. Auch das Risiko von Fehl- und Frühgeburten kann erheblich ansteigen. Bei Menschen mit herabgesetztem Immunsystem kann Parodontose zudem Lungenentzündungen oder andere Atemwegserkrankungen begünstigen.

 

 

Unbehandelte Parodontose / Parodontitis führt nicht nur zu Zahnverlust, sondern kann auch das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko erhöhen sowohl auch Früh- oder Fehlgeburten verursachen und das Immunsystem schwächen.
Parodontose/Parodontitis unbehandelt, kann nicht nur zu Zahnverlust, aber auch zu sehr ernsthaften Erkrankungen führen. Zahnarztpraxis Dr. Rupprecht Gießen Lich.

Wie kann eine erneute Parodontose verhindert werden?

Selbst nach Beendigung der eigentlichen Therapie ist eine regelmäßige Nachsorge nötig, um einer erneuten Entzündung entgegenzuwirken. Die wichtigste Voraussetzung für den dauerhaften Behandlungserfolg ist die umfassende und konsequente häusliche Mundhygiene.


Neben dem Zähneputzen sollte auf eine gute Zahnzwischenraumpflege und eine Entfernung von Belägen auf dem Zungenrücken geachtet werden. Daneben ist es wichtig, die bekannten Risikofaktoren, wie rauchen, zu minimieren. Die professionelle Zahnreinigung sollte man drei- bis viermal im Jahr durchführen lassen.


Außerdem sind halbjährliche Kontrollen beim Zahnarzt empfehlenswert. Bei erhöhtem Risiko, zum Beispiel durch eine Schwangerschaft, können die Prophylaxe-Intervalle auch verkürzt werden, um frühzeitig auf Veränderungen des Zahnhalteapparates reagieren zu können.

Vorbeugen ist besser als Reparieren!

Durch richtige und konsequente Mundhygiene kann der Entwicklung von Entzündungen in der Mundhöhle vorgebeugt werden.

Wir sind als parodontologisch tätige Praxis fortgebildet und zertifiziert.Sie werden feststellen, dass die neuen gepflegten Zähne Ihr Selbstwertgefühl steigern und Sie können wieder nach Herzenslust lachen.



 

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